Konzept und Fragebogen

Evaluierungsbericht zur Fragebogenaktion 2007 des Vereins CHIARA „HAUS FÜR ALT UND JUNG“

Vor ca. einem Jahr führte der Verein CHIARA aus St.Ruprecht/Raab eine Fragebogen-Aktion, mit dem Ziel einer Bedarfserhebung über notwendige soziale Dienste, Aktivitäten und Wohn-, Betreuungs- und Tagesstätten in der Pfarrgemeinde St.Ruprecht/Raab und Umgebung, durch.

Ein konkretes Konzept (Marialuise Hierzer) gibt es seit Feber 2006 (siehe www.chiara.at.gg ).

Als Objekt wurde das leer stehende Klostergebäude in St.Ruprecht ins Auge gefasst.

Erste Gespräche mit dem Objektverantwortlichen, Pfarrer Mag. Hans Wallner, dem Verantwortlichen der Diözese, Mag. Steinkellner und dem St.Ruprechter Bürgermeister, Herbert Pregartner, gab es schon Anfang des Jahres 2007, bzw. im Frühjahr.

Weiters wurden Besprechungen mit der Leiterin der Hauskrankenpflege vor Ort, Frau DKKS Regina Entfellner, dem Leiter des Sozial-medizinischen Pflegedienstes, Herrn Lautner und einer Vertreterin der CARITAS, Frau Rosa Kouba; unternommen. Die Resonanz auf das gesamte Konzept war allerorts sehr positiv.

Durch eine Vorstellung des Konzeptes beim Ausschuss der Solidarregion, wurde der Idee auch medial Aufmerksamkeit geschenkt, wie Berichte in der Kleinen Zeitung und Weizer Zeitung zeigten.

Nach mehreren Gesprächen mit der Obfrau des Vereins CHIARA entschied Pfarrer Mag. Hans Wallner im Oktober 2007, dass das Objekt „Klostergebäude“ nicht für ein Begegnungszentrum zur Verfügung stehen werde.

Auf der Suche nach einem anderen Standort für ein „Haus für Alt und Jung“, fand sich bald ein bestens geeigneter anderer Standort mit Gebäudekomplex. Alle nötigen Rückfragen bezüglich baulicher Maßnahmen wurden mit Architekt und Baumeister abgehalten.

Durch die Installation der LEADERREGION, gibt es auch Kontakte mit Verantwortungsträgern dieser Vereinigung. Laut Aussage derer, würde das Konzept „Haus für Alt und Jung“ genau in den Rahmen „Soziales“ der LEADERREGION passen.

Da bisher leider kein passender Finanzierungsplan erstellt werden konnte, ist das gesamte Projekt derzeit jedoch ruhend gestellt.

Der Verein CHIARA bedankt sich herzlich für die hervorragende Mitarbeit bei der Fragebogen-Aktion und für die vielen positiven Rückmeldungen. Auch die eingegangen Ideen für ein „HAUS FÜR ALT UND JUNG“ wurden in der Evaluierung des Konzeptes berücksichtigt.

Nähere Informationen zu den laufenden Aktivitäten des Vereins CHIARA; sowie zur Fragebogenauswertung erhalten sie unter: www.chiara.at.gg .

Für den Verein CHIARA

Marialuise Hierzer (Obfrau)

Haus für Alt und Jung

1.: Teilbereiche des Hauses:

1 Tages- u. Kreativwerkstätte für ältere Menschen: Bastelarbeiten, Kunsthandwerk, Annahmestelle für kleinere Arbeiten u. Ausbesserungsarbeiten (zB.: Bügelcenter, Spielzeug u. Gartengeräte-Reparatur), Pflege des hauseigenen Gartens und Produktherstellung aus verschiedenen Kräutern.

2 integrtative Betreuung für Kinder: Alt und Jung nicht nur unter einem Dach, sondern im Miteinander.

3 „Tee-und Kräutereck“, „Eine Welt-Laden“: Fair trade und Produkte aus der Region; möglicher Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung. 1Prozent des Tageseinkommens kommt einer „Solidaraktion“ zugute.

4 Kräutergarten

5 Pastoralpsychologische Beratungsstelle/Lebens-und Sozialberatung: Gespräche und Begleitung für Menschen in schwierigen Situationen

6 Trainingswohnung: für Menschen mit Behinderung, die selbständig leben lernen wollen.

7 Senioren WG: betreubares Wohnen; mit eigenem Wohnbereich für jeden, Gemeinschaftsküche und Begegnungsraum. Zusätzlich je eine Urlaubs-bzw. Kurzzeit-Pflegewohneinheit: für Menschen mit Behinderung, bzw. Pflegebdarf und „Auszeiten“ und eine Wohneinheit für Menschen in kritischen Situationen (Krisenwohnung)

8 Jugendraum/Seminarraum

Details:


1.1.:

·Kreativgruppen können entstehen (z.B.: Musik, Literatur, Theater…). Alte Menschen, auch in Pensionistenheimen, die gerne etwas tun würden, sind hier angesprochen. In der Zeit von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr gibt es Möglichkeit sich handwerklich/kreativ zu betätigen. Idee: Jeder Wochentag hat seinen Schwerpunkt (z.B.: Mo: Tonarbeit, Di: Malen, Mi: Schreibwerkstatt…usw.)

1.2.:

·Die Freizeit wird gemeinsam verbracht; verschiedene Aktionen werden durchgeführt. Auch das Wissen und die Achtung vor der Natur kann gemeinsam erlebt werden.

1.3.:

·Ein Bereich der Begegnung: Produkte aus der Region, Kräuertees und -Produkte aus eigenem Haus (Kreativgruppe)…

·Arbeitsmöglichkeit für Menschen mit Behinderung und /oder

·Menschen mit Langzeitarbeitslosigkeit

·Begegnungsmöglichkeit für Alt und Jung

1.4.:

·Der Kräutergarten dient als Erholungsraum, der Verschönerung und dem bewussten Erleben der Natur, zur Arbeit, Begegnung und Kommunikation mit Anderen, …

1.5.:

·Für viele Menschen ist es in Zeiten schwieriger Phasen eine große Hilfe, Gespräche und Begleitung im geschützten Rahmen, z.B.: durch eine/n pastoralpsychologisch geschulte/n Seelsorger/in = PastoralpsychologIn, zu erhalten.

·Kinder- u. Jugendberatung bzw. Gruppen

·Drogenberatungsstelle

1.6.:

·Menschen mit Behinderung erhalten geeignete Hilfestellungen für einen selbständig gelebten Alltag.

1.7.:

·Jede/r Bewohner/in hat seinen eigenen Bereich; nicht alleine essen zu müssen tut gut; Begegnung und Alleine sein, alles hat Platz.

·Wenn Menschen mit Pflege-/Betreuungsbedarf einmal Urlaub machen wollen, oder einfach nur ein paar Tage aus den eingenen vier Wänden „hinaus“; wenn betreuende Angehörige krank, urlaubsreif… sind, ist diese Möglichkeit mit Urlaubs- u. Kurzzeitpflegewohneinheiten eine wirkliche Alternative und Hilfe.

·Erste Krisenwohnung im Bezirk Weiz.

1.8.:

·Ein Platz für die Jugend

·die Räumlichkeiten sind für vieles nutzbar: Seminare, Fortbildungen, Turneinheiten,… .

2.: Nutzung der Einrichtung:

·Alt und Jung

Änderungen vorbehalten! Marialuise Hierzer 2007

Auswertung der Fragebögen

Bitte Bild zum Vergrößern anklicken!

folie2.jpg folie3.jpg

folie4.jpg folie5.jpg

folie6.jpg folie7.jpg

Kommentare aus Fragebögen

Haben Sie andere Vorstellungen für das leerstehende Haus?

· Jugendzentrum (Billardtische, Tischfußball, Half-Pipe, Band-Proberaum)andere-vorstellungen.doc

· Man könnte Nachhilfe geben über die Gemeinde!

· Alternatives Kino (Filme Berlinete,…)

· Nein und ich finde das Projekt SUPER und hoffe dass es zustande kommt!!!!!

· Dringend Jugend Begegnungs-Zentrum!

· Ja, Krabbelstuben bis 3 Jahre

· Ganztagesbetreuung für Kinder!

· Ort der Begegnung

· Leider nein

· Ich finde die Idee sehr gut u. werde sie im Auge behalten

· Kulturzentrum

· Es gibt in St. Ruprecht keine Betreeuung für Schüler nach der Schule, mit einer Arbeit ganztags ist das immer mit Problemen verbunden. Wir könnten beide ganztags Arbeiten, es wird von der Firma auch gewünscht, aber unmöglich für uns. Ein Schülerhort oder dergleichen wäre das wichtigste für mich.

· Es gibt im Sommer keine Betreuung für Schulkinder, nur für den Kindergarten. Deshalb müssen viele Menschen (Mütter) die Kinder in eine andere Gemeinde bringen!! Bzw. Der Bürgermeister gewährt dann keine Leistung für andere Gemeinden – KEIN Zuschuß! Die Tagesmutter in der Gemeinde ist voll.

Das Haus soll vorwiegend der Jugend gewidmet werden! Lernbetreuung – Treffpunkt – Begleitung – sinnvolle Freizeitgestaltung

· Ev. Nutzen für bestimmte kleine Aktivitäten, da der Pfarrsaal dafür ja nicht mehr zur Verfügung steht!!

· Gratis Wohnmöglichkeit für z.B. eine Familie. Die als Gegenleistung für Reinigung und Pflege der Gartnanlage (Spielplatz) zuständig ist.

So wäre auch das Haus bewohnt und offenhalten für Veranstaltungen ist leichter. Keiner steht vor versperrten Türen wie beim Pfarrhof.

· Ich finde die Idee toll, außerdem soll das Haus belebt werden, würde besser zum Ortsbild passen!!

· Finde das Konzept gut!

· Nachmittagsbetreuung + Lernbetreuung für Schulkinder

· Kinderbetreuung für Kleinstkinder (Kd. Unter 3 Jahren)

· Evtl. Außenstelle von Ekiz für z.B. Spielgruppen, Stöpseltreffen

Sonstige Gedanken und Anregungen:

· Ich finde es schön dass ein Gebäude erhalten wird. Aber denkt vielleicht an die Menschen die es nicht immer so leicht haben im Leben.

Nochmals möchte ich erwähnen, dass es keine Betreuung für Kinder gibt in St. Ruprecht, es gehören noch 3 Ortschaften dazu. Ein Kindergarten der bis 14:00 offen hat und nur 5-7 Schulkinder in Anspruch nimmt. Im Sommer, oder Osterferien, Semesterferien, Weihnachtsferien od. Fenstertage ist angeblich kein Bedarf!!! Ich als Mutter muss mein Kind in andere Gemeinde geben und zahl dadurch viel mehr. Allein im Sommer 2006 habe ich für die Sommerferien über 650 € bezahlt für die Kinderbetreuung (für 6 Wochen 2 Kinder). Ich selbst habe in St. Ruprecht keine Verwandten!

· Fragebogen in vielen Punkten für mich nicht ganz klar.

· Es gab früher Theateraufführungen der LJ. Bei größeren Räumen wäre das vielleicht wieder möglich!

· Sebstverteidigungdkurse für Mädchen!

· Freue mich über so innovative Leute wie euch!

· Ich finde dieses Konzept (Projekt) sehr interessant. Aber ich bin berufstätig und ich möchte die restliche Zeit doch noch mit meinen Kindern verbringen. Solange es nötig ist.

· Da ich allein erziehende Mutter bin und mein Sohn 2007 eingeschult wird, stellt sich für mich dann immer wieder die Frage; was mache ich mit meinem Sohn in den Ferien, wenn die Großeltern mal keine Zeit haben bzw. Geht es vielen Eltern so, vor allem in den Sommermonaten!!

Mich würde die genauere Konzeptbeschreibung interessieren.

· Ich wünsche dem Team viel Kraft für die Durchsetzung dieses wertvollen und in der heutigen Zeit, so denke ich, notwendigen Projektes.

Kommentar verfassen »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: